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Marienbasilika Wilhelmshausen

Die Marienbasilika im Winter 2015

Die Marienbasilika im Winter 2015.

Erbaut: 1150
Baustil: Romanisch
Bauweise: Basilika, weitgehend stilecht, Kreuzform, gotische Nebentür
Orgel: um 1813 von König Jerome (König Lustig) übereignet
Sitzplätze: max. 300
Restaurierung außen: 2002-2007
Restaurierung innen: 2002-2007
Geöffnet: täglich von 10 bis 17 Uhr
Besonderheiten: Ein Tympanon stellt das “Agnus Dei” im südlichen Querschiff dar. Der Taufstein weist Verzierungen auf, u. a. den nach Wasser lechzenden Hirsch (Ps 42, 2). Ein Kirchgarten schließt sich hinter der Kirche an.

Internetseite des Fördervereins Marienbasilika e. V.

 

Die am Unterlauf der Fulda in Fuldatal-Wilhelmshausen gelegene Marienbasilika gehört in ihrem Ursprung zu einem der ältesten Gebäude der Region. Sie besticht durch ihre schlichte romanische Bauform, die durch die Jahrhunderte kaum verändert erhalten wurde.

Unter Kaiser Konrad III. und dem Mainzer Erzbischof Heinrich I. in den Jahren 1142 – 1150 als Nonnenkloster “Wahlshausen” erbaut, sind noch heute bei der südlichen Seitenapsis der Taufstein mit zum Teil gut erkennbaren Tierreliefen aus dem 12. Jahrhundert erhalten. Nachweislich seit 1310 ist die Kirche Teil eines Zisterzienser-Mönchskloster.

Aus diesem Jahrhundert ist der, auch heute noch in Benutzung befindliche, Abendmahlskelch. Im Jahre 1486 erhielten die Mönche des Kloster Wahlshausen durch Wilhelm I., Landgraf von Hessen, das Privileg, in der Gegend um das Kloster Rodungen durchzuführen. 30 Jahre später begann infolge der Reformation die schleichende Auflösung des Klosters. Sie endet mit der Aufhebung des Klosters im Jahre 1527.

Die Kirche begann zunächst zu verfallen, bis die Klostergüter durch Wilhelm IV., Landgraf von Hessen-Kassel, 12 Erbmeiern und 14 Kötnern übertragen wurden. Nach diesem Landgrafen erhielt das Dorf 1572 seinen heutigen Namen Wilhelmshausen.

Aus dem Ende des 16. Jahrhunderts ist eine bildliche Darstellung des Ortes erhalten. Sie lässt erkennen, dass das Gotteshaus seine Seitenschiffe, die Kreuzschiffgiebel und die Nebenapsiden bereits verloren hatte, aber den alten, zu einer Zisterzienserkirche passenden Dachreiter auf der Vierung noch besaß.

Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Kirche 1626 durch Tilly und 1637 durch Kroaten eingeäschert. Zwei weitere Brände in 1769 und am 17. September 1891 (durch Blitzschlag) zerstörten die immer wieder aufgebaute Kirche erneut.

Die aus dem 18. Jahrhundert stammende Rokoko-Orgel nebst Emporenbrüstung, welche 1813 Jérôme, auch “König Lustig” genannt, aus dem Franziskaner-Kloster Lüdge-Liege in Westfalen ausgebauen ließ und der Gemeinde schenkte, überstand das Feuer von 1891 und ist bis heute im Gebrauch. Während des Wiederaufbaus in den Jahren 1891/2 wurde die Kirche durch Seitenschiffe und Turm ergänzt.

Nach erneutem Blitzeinschlag am 26. Februar 1957 wurde die Kirche in den Jahren 1957/63 grundlegend renoviert.

 

Die Kirche wurde von 2002-2007 komplett innen renoviert. Seit Ostern 2008 ist auch die neue Orgel im alten Gehäuse zu hören. Gottesdienstzeiten entnehmen Sie bitte dem Gottesdienstplan. Ein besonderes Erlebnis sind in jedem Jahr die Osternacht und die Gospelnacht.

Im Herbst 2009 haben viele Ehrenamtliche letzten schliff an den Vorplatz angelegt: Er wurde gepflastert, die Kirche ist nun auch von außen schön illuminiert. Ein Modell der Kirche wurde von Herr E. Koch aus Holzhausen erstellt – es zeigt im Maßstab 1:50 Form und Schönheit der Kirche. Es ist im Kirchenschiff zu bestaunen. Viele Besucher tragen sich ins Gäste- und Gebetsbuch ein. Zahlreiche Gruppe genießen Führungen.

Weitere Informationen

Sie benötigen weitere Informationen, Kirchenführungen (auch in Kombination mit Bewirtung in der benachbarten Gaststätte):
Melden Sie sich bei Herrn Dieter Krausbauer, 05541/71345,  1. Vorsitzender des Fördervereins Marienbasilika Wilhelmshausen e. V.

Internetseite des Fördervereins Marienbasilika e. V.

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