Suche
  • Kirchspiel Holzhausen, Pfarrer Christian Brandt
  • Telefon 0 56 73 - 12 48, Kontakt aufnehmen
Suche Menü

Open-Air Gottesdienst und Emmausweg – Rund um die Kirche – am Ostersonntag in Holzhausen

Das Coronavirus zwingt uns alle noch immer, viele Einschränkungen in unserem Leben hinzunehmen. Diese Auswirkungen bleiben natürlich auch in unserer Kirchengemeinde nicht ohne Folgen. So feiern wir seit Januar keine Präsenzgottesdienste mehr, sondern diese finden nur noch online oder per Zoom – wie am Gründonnerstag – statt. Leider bleiben die Gottesdienste dadurch trotzdem vielen Gemeindegliedern verschlossen.

Sorgen, Ängste, Not und Leid haben sich in unserer Gesellschaft, teils mit unerbittlicher Härte, breitgemacht. Viele Menschen sind einsam, krank oder in wirtschaftlichen Nöten. Aus diesen Gründen haben sich die Verantwortlichen in unserer Kirchengemeinde dazu entschlossen, am Ostersonntag eine Ausnahme zu machen und vor der Johanniskirche einen gemeinsamen Open-Air-Gottesdienst zu feiern.

Pfarrer Brandt nahm in diesem Gottesdienst seine Predigt zum Anlass, Ostern mit dieser besonderen Situation zu verbinden. Wir feiern Ostern mit gezogener Notbremse: ungewollte Ruhetage durch geschlossene Geschäfte, eingeschränkte Schul- und Kindergartenbesuche, keine Freizeitangebote und vieles mehr. Politische Entscheidungen, wie erlaubte Flugreisen auf die Balearen und verbotene Reisen in die Ferienwohnungen an der Nordsee, lassen das Vertrauen in Entscheidungsträger sinken. Vieles ärgert uns, über Manches kann man den Kopf schütteln.

Da hilft es, einmal durchzuatmen, sich innerlich zu distanzieren und eine Denkpause zu machen.

Genau hier passt die Jahreslosung 2021: „Seid barmherzig wie auch euer Vater im Himmel barmherzig ist!“

Dann wird uns bewusst, dass auch Politiker und Mediziner keine Übermenschen sind, ihr Menschenmöglichstes geben, aber dennoch vor Fehlentscheidungen nicht gefeit sind.

In der Bibel steht: „Lasst uns laufen mit Geduld in dem Kampf, der uns bestimmt ist, und aufsehen zu Jesus, dem Anfänger und Vollender des Glaubens, der, obwohl er hätte Freude haben können, das Kreuz erduldete.“ (Hebr.12,1-2). Unsere Geduld und Ausdauer sind gefragt, gerade jetzt, wenn es anstrengend ist. Am Karfreitag denken wir daran, dass Jesus für sich auch nicht den bequemen Weg ausgewählt hat, sondern freiwillig das Kreuz auf sich genommen hat. Bevor es Ostern werden konnte, musste er zuerst seinen Weg vollenden, der ihm alles abverlangt hat. Aber er hat das Ziel erreicht: „Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden!“

Karfreitag und Ostern erinnern uns daran, dass unser Glaubensweg teilweise auch ein Langstreckenlauf ist, der Beharrlichkeit und Geduld erfordert, um das Ziel zu erreichen. Auch manche Pause ist erforderlich, um neue Kraft zu für den weiteren Weg zu schöpfen. Wie gut, dass wir dabei diesen Weg nicht allein bewältigen müssen, sondern Menschen in unserer christlichen Gemeinschaft haben, die mit uns gehen. Und: wir laufen mit Jesus Christus!

Auch der Emmausweg, den Kinder und Eltern unserer Gemeinde rund um die Kirche reich bebildert und mit Texten versehen, nachgebildet haben, will uns auf diesen „gemeinsamen Weg“ aufmerksam machen. Zwei Jünger begegnen in dieser Geschichte auf ihrem Weg nach Emmaus einem auf den ersten Blick fremden Mann und kommen ins Gespräch. Sie gehen gemeinsam weiter und der Mann erzählt ihnen von Gott und der neuen Hoffnung. Als sie zu Hause einkehren, erkennen die Jünger Jesus (wieder), als er das Brot bricht und das Segensgebet spricht. Nun wussten die Jünger, dass Jesus lebt und auferstanden ist. Nachzulesen ist die Geschichte im Lukasevangelium, Kapitel 24, 13-35.

Auch, wenn wir in dieser Zeit manchmal das Gefühl haben, (wie die Jünger) scheinbar hoffnungslos und allein unterwegs zu sein, so kann und soll dieser auferstandene Jesus wieder Zuversicht geben. Die Zuversicht, dass wir diese Krise überwinden werden.

Schmecken und spüren sollten alle Gottesdienstbesucher diese ‚Hoffnung‘ ebenfalls durch das gemeinsame Abendmahl. Hierzu gab es ‚Weinhostien‘, also einzeln verpackte, mit Wein gebackene Hostien, die die beiden Elemente Brot und Wein verbinden sollen.

 

Der Open-Air-Oster-Gottesdienst mit anschließendem Emmausweg (und viele weitere Online-Gottesdienste) sind übrigens online auf unserem Youtube-Kanal des Kirchspiels Holzhausen anschaubar. Sie erreichen ihn unter www.kirche-holzhausen.de oder über den QR-Code. Scannen Sie diesen mit der Kamera-App Ihres Tablets oder Handys ein und folgen einfach dem angezeigten Link. Alternativ  suchen Sie auf www.youtube.de nach kirche-holzhausen.

Text: Erwin Fleck / Fotos: Monika Neumann-Täubel

Herzliche Einladung zum ZOOM-Gottesdienst an Gründonnerstag…

Liebe Gottesdienstbesucherinnen und liebe Gottesdienstbesucher,

herzlich willkommen zum Zoom-Gottesdienst am Gründonnerstag, 1. April 2021, um 19 Uhr.

Wir feiern diesen Gottesdienst „live“ per Zoom an den Bildschirmen miteinander und wir feiern in diesem Gottesdienst miteinander Abendmahl. Jede und jeder an dem Ort, an dem „Tisch“, an dem er/sie gerade ist und doch verbunden in einer digitalen Gemeinschaft über den Bildschirm, über die gemeinsamen Worte und Lieder, die gemeinsame Abendmahlsfeier.

Ja, das ist etwas Neues, das wir da miteinander probieren möchten.

Zur Vorbereitung möchte ich Sie bitten, sich eine Kerze und Streichhölzer bereit zu legen. Ebenso bitte ich Sie, sich ein Stück Brot und ein Glas mit Wein oder Traubensaft bereit zu stellen. Das kann eine einfache Scheibe Brot sein, ein ganz normales Glas – das, was für Sie gut passt.

Suchen Sie sich den für Sie passenden Ort – Wohnzimmer, Küche, der Ort, der Ihnen das Mitfeiern ermöglicht.

Ab 18:45 Uhr haben Sie die Möglichkeit, sich unter untenstehendem Link einzuwählen. Falls Sie technische Unterstützung benötigen, können Sie sich per Telefon melden: 0561 4994 82 60.

Ich freue mich auf die Begegnung mit Ihnen und grüße Sie in der Stille der Karwoche

 

Ihre Eva Hillebold

Pfarrerin mit Predigtauftrag in den Kirchengemeinden Holzhausen, Wilhelmshausen und Knickhagen

 

 

Die Ev. Kirchengemeinde und Pfarrerin Eva Hillebold laden Sie zu Zoom-Gottesdienst ein

am 1. April 2021.

Bitte wählen Sie sich zwischen 18.45 und 18.55 Uhr ein. Der Gottesdienst beginnt um 19.00 Uhr.

 

Hier finden Sie den Link zur Einwahl, ab 18.45 Uhr:

 

https://ekkw-de.zoom.us/j/95341369346?pwd=UVdSL3NXYm1SU2RxNkhOdTlhSC96QT09

 

Meeting-ID: 953 4136 9346

Kenncode: 501892

 

 

Andacht zu Ostern

Liebe Leserinnen und Leser!

Ostern feiern mit angezogener Handbremse oder mit gezogener „Notbremse“, wie es viele Politiker gerade fordern. Am besten fünf Tage am Stück als „Ruhetage“ einlegen oder doch nicht?! Und was ist mit den Schulen und Kindergärten? Wie geht es da weiter? Der Einzelhandel, der gerade zaghaft öffnen durfte, muss nun wieder schließen. Auf der anderen Seite haben wir die Bilder von der außer Kontrolle geratenen Großdemonstration in Kassel vor Augen. Manche können nicht verstehen, warum sie kein Ferienhaus an der Nordsee mieten dürfen, aber eine Flugreise an die Balearen ist erlaubt. Manche politische Entscheidung und Forderung der letzten Tage können viele nur schwer nachvollziehen. Vertrauen ist verloren gegangen, weil sich einzelne Politiker sogar noch an Geschäften mit Atemmasken bereichert haben. Das tut unserem Land nicht gut. Außerdem können viele nicht verstehen, warum die Impfungen in Deutschland nicht schneller vorankommen. Denn das ist ja für die Zurückdrängung des Virus entscheidend. Wann werden sich Gemeindekreise wieder treffen dürfen? Auf die Ausrichtung von Präsenzgottesdiensten haben wir seit Januar freiwillig verzichtet. Vielen fehlt die Begegnung und das Gespräch mit anderen. Denn wir Menschen sind als soziale Wesen darauf angewiesen.

Manches ärgert mich gerade. Über vieles kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Da hilft es einmal tief Luft zu holen und sich innerlich zu distanzieren. Eine Pause machen. Und dann fällt mir die Jahreslosung wieder ein, die mich auf den Boden der Menschlichkeit zurückholt:

„Seid barmherzig wie auch euer Vater im Himmel barmherzig ist!“ (Lukas 6,36)

Auch unsere regierenden Politiker sind keine Übermenschen, die immer alles richtig machen. Ich finde es mutig, wenn man die Größe besitzt und sich für Fehler entschuldigt. Sicher, manches hätte man besser machen können, aber das Virus entwickelt sich nicht immer so planbar. Und wenn wir ehrlich sind, möchte zurzeit wohl niemand von uns mit den Regierenden tauschen. Wir sollten uns klarmachen, dass wir in Deutschland immer noch auf einem hohen Niveau klagen. In vielen Ländern der sogenannten Dritten Welt hat man es sich zum Ziel erklärt, bis zum Jahresende 20 % der Bevölkerung zu impfen. Wir können die Krise nur in der globalen Gemeinschaft bewältigen und nicht, wenn jedes Land versucht für sich den meisten Impfstoff zu sichern.

Für mich fühlt sich die Krise gerade so an, wie ein Langstreckenlauf. Ich gebe zu, das liegt mir nicht so. Ich mag eher die kürzeren Distanzen. Wenn man für ein Problem möglichst schnell eine Lösung findet. In der Bibel lese ich: „Lasst uns laufen mit Geduld in dem Kampf, der uns bestimmt ist, und aufsehen zu Jesus, dem Anfänger und Vollender des Glaubens, der obwohl er hätte Freude haben können, das Kreuz erduldete“ (Hebr 12,1-2). Unsere Geduld und Ausdauer sind gefragt, gerade jetzt, wenn es anstrengend ist. An Karfreitag denken wir daran, dass Jesus für sich auch nicht den bequemsten Weg ausgewählt, sondern freiwillig das Kreuz auf sich genommen hat. Bevor es Ostern werden konnte, musste er erst einmal seinen Weg vollenden, der ihm alles abverlangt hat. Aber schließlich hat er das Ziel erreicht: Der Herr ist auferstanden!

An Karfreitag und Ostern werden wir daran erinnert, dass unser Glaubensweg streckenweise ein richtiger Langstreckenlauf ist, wo man nur mit Beharrlichkeit und Geduld ans Ziel kommt. Es gibt verschiedene Etappen und manchmal muss man auch mal eine Pause einlegen, um wieder neue Kraft zu schöpfen. Wie gut, dass wir diesen Lauf nicht allein bewältigen müssen, sondern zusammen mit anderen in der Gemeinde, die Ähnliches erleben. Und wir laufen mit Christus. Er hat diesen Weg mit uns begonnen, er wird uns auch die Kraft geben, mit ihm das Ziel zu erreichen.

Ich wünsche Ihnen trotz aller Einschränkungen ein gesegnetes und fröhliches Osterfest!

Ihr Pfarrer Christian Brandt